NSC 2016 – Die zweite Woche – Wie ich zu meiner Nische kam

nischenseiten-challenge-2016Die erste Woche ist vorbei und ich bin guten Mutes. Ich habe mich für eine Nische oder besser gesagt ein Thema entschieden. Der Weg dahin war nur eine grobe Recherche und Analyse. Ich habe einfach Bock auf das Thema und das schlägt im Zweifel eine leicht stärkere Konkurrenz. Doch der Reihe nach.

Ich hatte mir vergangene Woche ein Vorgehen überlegt, welches ich auch grob einhalten konnte. Entschieden habe ich mich letztendlich für das Dörren von Lebensmitteln. Klingt komisch, ist aber so. Ich liebe Trockenobst und abgesehen davon, dass ich richtig Bock auf das Thema hatte, ist mir bei der Keywordrecherche aufgefallen, dass das Thema unglaublich vielfältig ist. So kann ich mich primär auf Wissensartikel fokussieren statt nur Produkttests und Produktvergleiche zu machen. Der Nachteil an so einem großen Thema ist einerseits, dass ich es sich mit Sicherheit nicht in drei Monaten rechnen wird und ich enorm viel Content werde produzieren müssen. Der Vorteil ist, glaube ich jedenfalls, dass das ein sehr nachhaltiger Weg einer Nischenseite ist. Wenn die Content-Qualität passt. Aber der Reihe nach.

Was habe ich in Woche Eins getrieben?

Zunächst stand ein Brainstorming auf dem Programm, welches insgesamt rund 20 potentielle Themen (vornehmlich aus der Technikecke und der Kochecke) zu Tage förderte. Es folgte ein Aussortierprozess, der vor allem persönliches Interesse und eine – wirklich sehr grobe Keywordrecherche – zur Grundlage hatte. Es blieben acht Themen.

Die Analyse

Nicht für alle Themen habe ich eine ausführliche Analyse gemacht. Ich will euch aber erklären, wie ich auf meine Nische gekommen bin.

Nachfrage1

Den ersten Schritt, den ich bei jeder Keywordrecherche mache, ist eine Analyse anhand von Zielseiten. Im Google Keyword Planner gibt es eine wunderbare Funktion, die eine Seite nach Keywords durchsucht. Dabei werden nicht nur die Texte auf Wortkombinationen geprüft, sondern auch ähnliche Keywords miteinbezogen. Im Idealfall kann man sich so die Keyword-Arbeit der Konkurrenz zunutze machen. Für den Start ist aber auch die Wikipediaseite zu dem Thema eine wunderbare Anlaufstelle. Für mich ist dieser Schritt auch sehr gut, um ein Thema schnell zu erschließen, von dem ich wenig Ahnung habe. Praktische Keywords füge ich meinem Plan hinzu. Gerne erweitere ich die Keywordliste im Anschluss mit Hilfe von Suggesttools wie etwa Keywordtool.io.

Bei meinem Thema waren mir die (Produkt)-Keywords mit Dörrautomat (12000 Suchanfragen/Monat), Dörrgerät (5400) und Dörrapperat (1000) fast etwas zu hoch. Viele Suchanfragen bedeuten auch für gewöhnlich viel Konkurrenz. Dörrautomat Test (880) hat auch ein ordentliches Suchvolumen. Überzeugt haben mich aber eher Keywords, die das Thema streifen und begleiten wie etwa Apfelchips selber machen (2900) oder steinpilze trocknen (1300). Schnell hatte ich über 100 Keywords zusammen, die ein monatliches Suchvolumen von insgesamt 100.000 hatten. Hinter Nachfrage konnte ich also recht schnell einen Haken machen.

Einkommenspotential

Die Preise für Dörrer liegen ungefähr zwischen 40 und 300 Euro. Keywords, die direkt auf eine Kaufabsicht schließen lassen, gab es ebenfalls genug. Geräte werden nicht nur von Amazon vertrieben, auch Saturn, Otto und Co. verkaufen sie. Über Zanox lassen sich einige Partnerprogramme finden. Auch Zubehör wie Dörrgitter und Bücher werden nachgefragt. Auch hier kommt ein dicker Haken hinter.

Konkurrenz

Für was ist die Nischenseiten Challenge gut? Um neue Sachen auszuprobieren. Und so bin ich der Empfehlung eines Mitstreiters gefolgt und habe mir die Trialversion von Long Tail Pro besorgt. Die Inbetriebnahme gestaltete sich etwas schwierig, weil ich erst sehr spät darauf kam, dass das Programm (benötigt einen Moz-Acccount und ein Google-Adwordskonto), nur funktioniert, wenn Google Adwords auf englisch eingestellt ist. Mit dem Programm kann man viele tolle Sachen machen (Keywordsets erweitern, Ranks überprüfen), ich habe es aber lediglich zur Konkurrenzanalyse eingesetzt. Anhand von bekannten SEO-Kriterien wie etwa die Page-Authority versucht Long Tail Pro die Keyword-Competitevness (hab ich das richtig geschrieben?), anhand einer Zahl auszugeben. Für mein Hauptkeyword hätten wir zum Beispiel 30 (von 100), was laut der Skala von Long Tail Pro schon ganz okay ist. Für „Dörrautomat Test“ ergibt sich sogar eine 19. Das Ganze ist nett gemacht, aber insgesamt hat mich das Programm nicht wirklich überzeugt. Zeitsparend war es trotzdem.

keyword-competitiveness

Das Programm gibt also grünes Licht, aber wie sieht es sonst aus? Es gibt zwar bereits die ein oder andere Nischenseite zu diesem Thema, aber inhaltlich hat mich die Konkurrenz nicht wirklich überzeugt. Insofern ist die Konkurrenz vorhanden und auch nicht schwach, aber mit viel Arbeit werde ich mir meinen Platz behaupten können. Häkchen dran.

Wochenabschluss und Ausblick

War die Themenwahl nun mehr bauch- als zahlengesteuert? Mit Sicherheit. Ich bin trotzdem (oder gerade deswegen) richtig heiß auf das Thema und kann es gar nicht erwarten, loszulegen.

Diese Woche wird die Domainwahl anstehen. Ich werde versuchen, einer Keyworddomain zu widerstehen. Ansonsten wird die Keywordrecherche noch intensiviert und anhand der Ergebnisse ein grober Aufbau der Seite geplant. Zu guter Letzt wird es noch Fleißarbeit (Theme aussuchen, WordPress & Plugins installieren, Impressum aufsetzen) geben.

investierte Stunden (Woche/Insgesamt)2 Stunden2 Stunden
Ausgaben (Woche/Insgesamt)1 Euro1 Euro
Einnahmen (Woche/Insgesamt)0,- Euro0,- Euro
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