NSC 2018 – Woche 1: Nische finden

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Es ist dieser Anfang, den ich besonders spannend finde. Einerseits, weil hier die Grundlagen für Erfolg und Misserfolg gelegt werden, andererseits, weil sich dieser Erfolg eben nicht genau kalkulieren lässt. Auch mit noch so guter Analyse kann eine Nischenseite scheitern. Das soll freilich nicht heißen, dass die Nischenfindung unwichtig ist. Schließlich wollen wir das Scheiterrisiko minimieren, oder – um es positiv auszudrücken – die Grundpfeiler des Erfolges mit Widerhaken in die Erde rammen. Genug der blumigen Sprache und ran an die Nischenfindung. Was habe ich die erste Woche über angestellt?

In vier Schritten zur idealen Nische

Bevor es losgeht, ein paar Worte zu meinen Vorstellungen einer guten Nische. Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass die folgenden Sätze die universellen Grundsätze für eine gute Nische sind. Jeder Mensch hat eigene Stärken, Vorlieben und Erfahrungen gesammelt. Deswegen mag die perfekte Nische für den Einen nicht die perfekte Nische für den Anderen sein.

Was mir wichtig ist, und da folge ich meines Wissens dem Mantra vieler Nischengurus, ist ein Grundinteresse am Thema selbst. Ich benötige wenig Vorwissen, aber interessieren sollte mich das Thema schon. Das gilt umso mehr, da ich allen Content der Seite selbst produzieren will. Würde mich das Thema nicht interessieren, wäre es nicht nur sehr anstrengend, auch die Qualität könnte leiden. Mit diesem Kriterium fallen bei mir Nischen wie Kreissägen (aufgrund mangelnder handwerklicher Begabung und Interesse) schon einmal weg.

Ich werde nicht en dé­tail darauf eingehen, welches Tools ich wann und wie eingesetzt habe. Mir geht es darum eher den allgemeinen Prozess zu schildern.

1) Brainstorming

Hier habe ich mir mehrere Tage Zeit genommen, um alle möglichen Ideen aufzuschreiben – nahezu ohne Filter. Ich saß nicht den ganzen Tag herum und habe darüber nachgedacht, was die Welt noch für Websites braucht, ich habe vielmehr alltägliche Eindrücke und mich interessierende Themen hin und wieder in ein Excel-Sheet geschrieben. Am Ende dieses Prozesses habe ich dann die Spreu vom Weizen getrennt (nach subjektivem Empfinden). Die engere Auswahl war geboren. 6 Themen, die ich mir grob als Nischenseite vorstellen konnte.

2) Nachfrage

Ich habe öfter in anderen Reports gelesen, dass das Hauptkeyword 10.000 Suchanfragen pro Monat oder mehr haben muss. Das halte ich für die falsche Herangehensweise und ich will auch erklären, warum ich dieser Meinung bin.

Zunächst einmal bedeutet ein hohes Suchvolumen meist auch enorme Konkurrenz, weil SEOs seit Jahren genau auf solche „Short Head“ Keywords gehen. Für ein solches Keyword unter den ersten Ergebnissen aufzutauchen, dauert in der Regel Jahre, wenn es überhaupt gelingt. Warum es oft nicht gelingt, hat auch viel damit zu tun, warum man sich auf ein solches, hochvolumiges Keyword fokussiert. Websites sollten im Jahre 2018 nicht in Keywords, sondern in Themen denken. Wenn eine Websites einen, wenn auch den wichtigsten Aspekt, gründlich behandelt, das Thema an sich aber sonst nur oberflächlich darstellt, wird es schwer werden mit dem Erfolg. Eine Website, auch eine Nischenseite, sollte das Thema ganzheitlich abbilden. In den vergangenen Jahren kam deswegen das coole, fast schon nervige (weil omnipräsente) Wort „holistisch“ ins Spiel.

Für mich ist deswegen zwar sehr wichtig, dass das Interesse an einem Thema hoch ist, ich finde es aber fast schon sympathisch, wenn das Hauptkeyword dabei nicht besonders heraussticht (sprich ein mittleres Suchvolumen aufweist).

3) Monetarisierung

Ich bin die Nischenseiten leid, die nur auf ein Produkt gehen und sonst keinerlei Zweck erfüllen und folglich auch nicht anders monetarisiert werden können. Nicht, dass ich solche Seiten nicht auch besitzen würde 🙂 Ich will mich nicht ausschließlich von Amazon oder anderen Affiliate-Programmen abhängig machen. Deswegen ist es bei mir mittlerweile absolut zweitrangig, ob es zu dem Thema ein höherpreisiges Produkt bei Amazon gibt, welches sich gut verkaufen lässt. Viele (themenrelevante) Besucher sind ebenfalls viel wert, beispielsweise für Adsense oder den Verkauf eines eigenen E-Books. Das ist für mich ein weiterer Grund, warum für mich eine hohe Nachfrage verteilt auf viele (Longtail) Keywords sympathisch wirkt.
Beispiel: Auf meiner Dörr-Seite verteilt sich der Umsatz im Moment so: 60% Affiliate, 25% Adsense, 15% E-Book.

4) Konkurrenz

Das ist für mich immer der schwierigste Teil. Wie gut stehen meine Chancen, an der Konkurrenz vorbeizukommen? Tools wie der KW-Finder können helfen, aber hier verlasse ich mich immer noch primär auf mein Bauchgefühl. Ich inspiziere die anderen Websites (besonders die Nischenseiten) genau, vor allem, was die Inhalte angeht. Bin ich der Meinung, dass die Inhalte maximal mittelmäßig sind und ich das besser hinbekomme, stören mich auch keine Exact-Keyword-Domains mit sehr vielen Backlinks. Natürlich kommt man aber an solcher Konkurrenz (in der Regel) nicht in 6 Monaten vorbei. Aber Nischenseiten sind für mich ein langfristiges Projekt, weswegen das im Zweifel in Ordnung geht.

Meine Nische

Die Wahl fiel am Ende auf ein Thema, welches mir schon länger im Kopf herumschwirrt und tatsächlich das erste war, was in meinem Excel-Sheet stand. Es hat mich offensichtlich nicht losgelassen. Die Nachfrage des Hauptkeywords liegt mit 3600 Anfragen/Monat nicht sonderlich hoch, das Thema selbst ist aber wirklich groß. Ich habe kaum Vorwissen, thematisch ist es aber nicht so weit von meiner Dörr-Seite weg. Auch wenn ich es nicht primär wollte, gibt es zu dem Thema mehrere Produkte, teilweise auch mit hoher Nachfrage. KW-Finder spuckt mir für das Hauptkeyword eine Schwierigkeit von 20 aus, bei meiner manuellen Prüfung komme ich aber zu dem Ergebnis, das die Konkurrenz hier durchaus ernstzunehmen ist. Andere Keywords des Themas besitzen eine Schwierigkeit zwischen 30 und 40 – eine Herausforderung. Welches Thema ich genommen habe, werde ich im nächsten Artikel offenbaren.

Wie es weiter geht

Der Anfang der Keywordrecherche ist gemacht. Das wird in den kommenden zwei Wochen intensiviert. Gleichzeitig wird eine grobe Seitenstruktur erstellt. Es folgt die Domain, WordPress und dann kann es quasi schon mit den Inhalten losgehen!

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